Nachhaltigkeit
Wir übernehmen Verantwortung für Mensch und Umwelt.
Bei der Witt-Gruppe sind wir uns unserer Verantwortung und Verpflichtung bewusst.
Wir wissen, dass unser Handeln weitreichende Auswirkungen hat – auf Menschen und auf die Umwelt. Das bedeutet für uns: Wir setzen entlang der gesamten Liefer- und Wertschöpfungskette bewusst auf Praktiken, Materialien und Prozesse, die den Schutz von Mensch und Umwelt aktiv vorantreiben.
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Soziale Verantwortung
Verantwortung für unsere Mitarbeiter*innen:
Als Top-Arbeitgeber ist uns das Wohlergehen unserer rund 3.500 Mitarbeiter*innen sehr wichtig. Mit über 400 verschiedenen Arbeitszeitmodellen, flexiblen Arbeitszeiten und mobilen Arbeitsplätzen tragen wir zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben bei. Gesundheitsprogramme und diverse finanzielle Benefits runden unser Angebot ab. Mehr zu unseren Angeboten für Mitarbeiter*innen der Witt-Gruppe finden Sie auf unseren Karriereseiten.
Verantwortung für die Menschen bei unseren Zulieferfirmen:
Zudem sind wir uns unserer sozialen Verantwortung für alle Menschen bewusst, die an der Herstellung unserer Waren beteiligt sind. Deshalb fordern wir von unseren Zulieferfirmen die Einhaltung von Menschenrechten (wie z.B. verbesserte Arbeitsbedingungen) und die Einhaltung von ökologischen Kriterien. Das stellen wir sicher, indem wir sie dazu verpflichten, den Verhaltenskodex von amfori BSCI einzuhalten und diesen wiederum an ihre Vorlieferanten zu kommunizieren. Dies wird regelmäßig durch Auditierungsgesellschaften geprüft und zertifiziert. Basierend auf unserer Risikoanalyse führen wir Trainings in unseren Beschaffungsländern durch, um die Bedingungen stetig zu verbessern. Erfüllt eine Zulieferfirma die Anforderungen nicht und verweigert darüber hinaus die Mitwirkung, wird ein Sanktionsverfahren eingeleitet, das bis zum Abbruch der Zusammenarbeit führen kann. Im Verhaltenskodex von amfori BSCI finden Sie weitere Informationen dazu.
Bevorzugte Materialien und Produktstandards
Wir verfolgen das Ziel, bis 2027 mindestens 60 Prozent nachhaltigere Textilfasern einzusetzen. Dazu zählen u. a. Bio-Baumwolle, Baumwolle aus der Initiative Cotton made in Africa, recycelte Fasern oder innovative Alternativen zu Viskose. Dabei gelingt es uns bereits, den Anteil der Baumwollfasern, die ökologische oder soziale Nachhaltigkeitskriterien erfüllen, auf mindestens 90 Prozent zu halten.
Seit 2022 sind wir händlerzertifiziert nach international anerkannten Standards: GOTS, OCS, RCS und GRS. Das bedeutet, dass unsere zertifizierten Produkte strengen ökologischen und sozialen Kriterien entsprechen, die sowohl bei unseren Lieferanten als auch bei uns von einer unabhängigen Prüfgesellschaft kontrolliert werden.
Alle Artikel mit diesem Siegel enthalten mindestens 70 Prozent biologisch angebaute Naturfasern (z. B. Baumwolle und Leinen). Sie sind nach festgelegten internationalen Standards angebaut. Während der gesamten Produktionskette müssen zusätzlich ökologische und soziale Kriterien eingehalten werden.
OCS100: In allen Artikeln mit diesem Siegel stecken mindestens 95 Prozent biologisch angebaute Naturfasern (z.B. Baumwolle und Leinen). Kontrollen innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette durch unabhängige Instanzen stellen sicher, dass im Endprodukt keine konventionelle Baumwolle enthalten ist.
OCS Blended: Artikel mit diesem Siegel bestehen aus mindestens 50 Prozent biologisch angebauten Naturfasern, wie z.B. Baumwolle und Leinen.
In Artikeln mit diesem Siegel ist mindestens 50 Prozent recyceltes Material enthalten. Während der gesamten Produktion müssen ökologische und soziale Kriterien wie bspw. der sichere Umgang mit Chemikalien eingehalten werden.
RCS 100: Dieses Siegel wird an Produkte vergeben, die zu mindestens 95 Prozent aus recycelten Materialien bestehen.
RCS Blended: Artikel mit diesem Siegel bestehen aus mindestens 30 Prozent recyceltem Material.
Der OEKO-TEX® STANDARD 100 ist ein Label für schadstoffgeprüfte Textilien. Es setzt den Maßstab für textile Sicherheit, vom Garn bis zum fertigen Produkt. Jeder Artikel mit dem OEKO-TEX® STANDARD 100 Label hat die Labortests auf Schadstoffe bestanden.
Dieses Siegel steht für verbesserte Lebens- und Arbeitsbedingungen und Unterstützung für über 900.000 Bäuer*innen in Subsahara-Afrika. Mit jedem Kauf eines Artikels, der mit dem "Cotton made in Africa®"-Siegel gekennzeichnet ist, unterstützen Kund*innen automatisch die Initiative. Dafür muss die produzierte Baumwolle nicht zwingend in dem gekennzeichneten Artikel stecken – das Siegel stellt die Unterstützung dennoch sicher.
Wir setzen klare Standards für Tierwohl, welche in unserem Verhaltenscodex für unsere Geschäftspartner definiert sind: Wir verzichten in unserem Sortiment auf den Einsatz von Echtpelzen jeglicher Art. Leder, Felle, Federn und Daunen dürfen nur dann eingesetzt werden, wenn sie als Nebenprodukt aus der Nahrungsmittelindustrie gewonnen wurden. Darüber hinaus verbieten wir den Einsatz von Angora-, Mohair- und australischer Schafswolle.
Klimaschutz
Wir sehen uns in der Verantwortung, die Klimaauswirkung unserer Geschäftstätigkeit zu minimieren. Als Mitglied der Otto Group bekennen wir uns zum Pariser Klimaschutzabkommen und wollen unseren Teil dazu beitragen.
Um Klimaschutz aktiv zu verfolgen hat sich die Otto Group ein Science Based Target (SBT) gesetzt. Hierbei handelt es sich um ein wissenschaftlich geprüftes Klimaziel, das 2024 von der Science Based Target Initiative (SBTi) validiert wurde: Die Treibhausgas Emissionen sollen im Vergleich zu 2021 bis 2031 um 42 Prozent gesenkt werden – absolut und ohne Kompensation. Dieses Ziel bezieht sich nicht nur auf unsere Geschäftstätigkeiten an den eigenen Standorten, sondern betrachtet die gesamte Lieferkette, die Nutzung und Entsorgung des Produkts. Mehr Informationen.
Besonders in unserem Fokus bei der Emissionsreduktion ist unsere Lieferkette, die mit vorgelagerten Stufen wie Herstellung, Materialien und Transport den größten Einfluss hat: Diese vorgelagerten Schritte verursachen rund 90 Prozent der gesamten Emissionen in der Wertschöpfungskette unserer Ware.
An unseren eigenen Standorten haben wir unsere CO2-Emissionen im Vergleich zum Basisjahr 2006 bis zum Jahr 2023 um mindestens 50 Prozent reduziert. Maßnahmen wie die Installation einer PV-Anlage in unserem Warenverteilzentrum und Bürogebäude, sowie Wärmepumpen, Kältespeicher und andere Energiespar- und Energieeffizienz-Maßnahmen tragen zu so einer Emissionsreduktion bei.
Wir setzen uns auch über unsere Geschäftsabläufe hinaus aktiv für den Klimaschutz ein:
Neben der ständigen Optimierung unserer Wertschöpfungskette widmen wir uns mit unserer Beteiligung am Moorprojekt "toMOORow" gezielt dem natürlichen Klimaschutz. Das Moorprojekt "toMOORow" ist eine gemeinsame Initiative der Umweltstiftung Michael Otto, der Michael Succow Stiftung und dem Greifswald Moor Centrum. Es hat das Ziel, durch die systematische Wiedervernässung von Mooren nicht nur den natürlichen Klimaschutz maßgeblich zu fördern, indem Kohlenstoff dauerhaft gespeichert wird, sondern auch die Artenvielfalt zu bewahren und sogar neue Wertschöpfungsketten für Biomasse durch nachhaltige Nassbewirtschaftung zu eröffnen. Mehr Informationen.
Chemikalienmanagement
Für sämtliche unserer angebotenen Artikel stellen wir hohe Anforderungen an chemische und physikalische Eigenschaften sowie Schadstofffreiheit, die im Allgemeinen weit über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Unser Qualitätsmanagement prüft kontinuierlich, dass keine krebserregenden Stoffe bei der Produktion verwendet werden.
Ein verantwortungsbewusstes Chemikalienmanagement ist für uns entscheidend, um Transparenz und die sichere Verwendung von Chemikalien entlang unserer Lieferkette zu gewährleisten und deren Rückverfolgbarkeit sicherzustellen. Dafür nutzen wir das innovative digitale Tool BHive, das eine zentrale Plattform für alle Chemieinventuren und Nachweise zur Einhaltung von Vorschriften unserer Partner bietet.
Kreislaufwirtschaft und Ressourcen
Wir sehen in den Ansätzen der Kreislaufwirtschaft eine große Chance, unser Handeln nachhaltiger auszurichten.
Um unsere Produkte kreislauffähiger zu gestalten, orientieren wir uns an den Eco-Design-Kriterien der EU. Hierbei berücksichtigen wir die Recyclingfähigkeit der Materialien, den Anteil der recycelten und nachhaltigeren Materialien sowie die Langlebigkeit. Diese Eigenschaften muss man bereits beim Produktdesign und der Planung mitdenken, da z. B. Prints, Materialmischungen und Applikationen die Wiederverwendbarkeit der Materialen beeinflussen.
Platz schaffen mit Herz
Einpacken, abschicken, Gutes tun: Unter diesem Motto sammelt die Initiative "Platz schaffen mit Herz" seit 2014 aussortierte Kleidung, deren Erlös sozialen und ökologischen Projekten zugutekommt. Wir beteiligen uns an der durch OTTO gegründeten Initiative. Damit unterstützen wir nicht nur vielfältige Projekte, sondern leisten auch einen wertvollen Beitrag zum Schutz der Umwelt, denn gut erhaltene Kleider können dadurch weiter genutzt werden. Mehr über Platz schaffen mit Herz.
Wiederverwendbare Baumwoll-Taschen
In unseren Filialen haben wir uns von Plastiktüten verabschiedet und bieten stattdessen nachhaltigere Alternativen wie beispielswese FSC-zertifizierte Papiertüten an. Zusätzlich geben wir unseren Kund*innen die Möglichkeit, eine modische Bio-Baumwolltasche zu erwerben. Diese ist vielfach wiederverwendbar und setzt damit ein Zeichen für einen umweltbewussten Einkauf.
Förderung kreislauffähiger Innovationen: Mitgliedschaft bei Fashion for Good
Wir verstehen Kreislaufwirtschaft als eine gemeinschaftliche Aufgabe und sind davon überzeugt, dass ein lernender und kollaborativer Ansatz entscheidend ist, um die Modebranche zukunftsfähig zu gestalten. Genau deshalb sind wir Mitglied bei Fashion for Good. Durch unsere Partnerschaft fördern wir zirkuläre Konzepte und innovative Geschäftsideen, indem Start-ups und Initiativen unterstützt werden, die dazu beitragen, die gesamte Branche nachhaltiger zu gestalten.